Nov 11
So gegensätzlich die Landstriche in unserem Land seien können, so ungleich sind auch die lokalen Spezialitäten. So gibt es auch im hessischen Gebiet sehr viele
hessische Spezialitäten, welche eine wahre Gaumenfreude auslösen. Öfters tragen die aus Hessen stammenden Delikatessen Titel, welche für nicht Ortskundige sehr ungewöhnlich klingen. Da gibt es z.B. aus Äpfeln gemachter Wein, in Hessen als Äppelwoi genannt, der normalerweise in einem „Bembel”, ein Krug aus Ton kredenzt wird. Von den alkoholischen Spezialitäten im hessischen Raum sind außerdem der Kräuterschnaps beziehungsweise der Kräuterlikör zu erwähnen. Diese Kräutertränke werden meistens aus den Gewächsen im hessischen Raum destilliert und sind eine Wohltat nach dem Genuss eines gewaltigen Gerichtes. Die Leckereien aus dem hessischen Gebiet sind durchaus auch länderübergreifend gefragt. Auch wären z.B. die “Kraut und Rippsche” zu ergänzen, welche aus gepökeltem Schweinefleisch seien können und mit gekochtem Sauerkraut oder mit Brot kredenzt werden. Der allseits beliebte „Handkäs mit Musik” gemacht aus einer bestimmten Käsesorte und wird meistens in Lokalen mit Apfelweinangeboten vertrieben. Die Namensgebung des besonderen Käses ist auf die Herstellung und Formung per Hand rückführbar und das Wort “Musik” der Benennung beinhaltet die aus Pfeffer und dem Kümmelgewürz kombinierte gewürzten Soße. Die eher unbekannte „Ahle Wurst” bezeichnet eine würzige Wurst aus dem im norden gelegenen Bereich Hessens, welche viele Jahre lang vorher hängen und der Geschmack sich entwickeln muss. Diese Wurst wird aus Speck vom Schwein und sehr klein gemahlenem Fleisch von der Muskelpartie vom Schwein erzeugt. Sie ist vorhanden in einer nur an der Luft gereiften und geräucherten Formen und bedarf eine Mindestzeit zur richtigen Geschmacksentfaltung von mehreren Monaten. Ja sogar „Weckewerk”, wird zu den aus dem Süden von Hessen kommenden Genüssen zugerechnet. Hierbei sind die Inhaltsstoffe abgekochte Hackstücke, welche mit erlesenen Kräutern zum Würzen und einer Bouillon zusammengemischt werden. Das Besondere an der Zusammenstellung sind, dazu gegebene alte Weißbrotteile, welche als „Wecke” bezeichnet, dieser erlesenen Wurst ihren Namen geben. Traditionell in der Pfanne geschmort und noch warm gereicht ist das „Weckewerk” ein wahrlicher Gaumenschmaus, der den Essenden eher bekommt, wenn man hinterher einen für den Magen wohltuenden Kräuterlikör zu sich nimmt. Ganz gefragt ist auch die „Grüne Soße”, welche kalt zu Fisch, allerdings dazu noch zu Produkten aus Kartoffeln oder hart gekochten Eiern genossen wird. Diese Wurst beinhaltet unzähligen Kräuterpflanzen, zusammengemischt mit Schmand. Diese Inhaltsstoffe werden allein für diese kräutergrünen Soße in einem Teil Frankfurts angepflanzt und demzufolge wird diese grüne Soße, welche in anliegenden im europäischen Raum befindlichen Ländern als „Salsa verde” gefragt ist, fürwahr zu einer aus Hessen kommenden Köstlichkeit.
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