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Feb 21

Von der „schlimmsten Teuerung seit 13 Jahren“ war vor kurzem in einer großen deutschen Tageszeitung zu lesen. Alles wird teurer: Lebensmittel, Energie, Benzin. In Zahlen ausgedrückt betrug diese „schlimmste Teuerung“ im Jahresvergleich von September 2006 zu September 2007 rund 2,4 Prozentpunkte. In 2008 soll dieser Wert nach Ansicht von Experten sogar noch übertroffen werden und auf rund 3 Prozentpunkte steigen. Vor diesem Hintergrund sollten Anleger die Wahl ihrer Anlageformen überdenken und auf jeden Fall zum Vergleich immer die Realrendite nach Steuern und Inflation heranziehen. So bringt das altbekannte Sparbuch, auf welchem die Deutschen laut aktuellen Schätzungen immer noch mehr als 500 Milliarden Euro parken, im Schnitt nur um die 2 Prozent Zinsen pro Jahr. Betrachtet man die oben genannten Werte für die Inflation, wird schnell klar, dass die reale Wertentwicklung nach Inflation beim Sparbuch in aller Regel deutlich negativ ist. Gehen wir von Zinserträgen innerhalb des Sparerfreibetrages aus, dann hätte ein Sparbuch mit 2 Prozent Guthabenverzinsung im letzten Jahr eine reale Wertentwicklung von -0,4 Prozent erbracht und somit den Sparer eigentlich Geld gekostet. Man sieht an diesen Zahlen, wie wichtig es ist, bei der eigenen Geldanlage auf Rendite zu setzen. Legt man sein Geld zum Beispiel nicht auf dem Sparbuch, sondern auf einem Tagesgeldkonto zu 4 Prozent Zinsen pro Jahr an, würde dies bei nicht ausgeschöpftem Sparerfreibetrag einer realen Wertentwicklung von 1,6 Prozent pro Jahr entsprechen. Je höher die Rendite einer Geldanlage, desto höher also auch der tatsächliche Zuwachs an Kaufkraft und nur dieser zählt. Der Nominalwert des angelegten Geldes wird bei jeder Geldanlage von Jahr zu Jahr höher, eine positive Wertentwicklung vorausgesetzt. Bleibt diese aber hinter der Inflation zurück, kann sich der Sparer Jahr für Jahr weniger von seinem Geld leisten. Das Ziel einer jeden Geldanlage sollte aber eine Steigerung der realen Kaufkraft des angelegten Geldes, mindestens aber der Inflationsausgleich sein. Unter diesem Aspekt sollten gerade deutsche Sparer mehr auf Rendite, denn auf althergebrachte Sparformen setzen.



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